Wissenswertes

Die Arbeit der Filmemacher

Eigentlich hat ein Filmemacher einen Job wie jeder andere. Wir gehen (meistens­čśë) morgens in B├╝ro und starten den Tag mit einer gro├čen Tasse Tee oder Kaffee. Zu Beginn der Woche besprechen wir uns im Team und gehen dann unserem Alltag nach. Zwischen Papierbergen, die wohl in jedem Beruf anfallen und Zahlen die einem im Kopf herumschwirren, liegt jedoch eine ganze Welt, die wir als Filmemacher jeden Tag entdecken d├╝rfen. Aber beginnen wir mit der Geschichte erst mal von vornÔÇŽ

Als Kind wollte ich immer Tier├Ąrztin werden ÔÇô ein Kindheitstraum, den wohl viele hegen. In der Stra├če meines Elternhauses lag auf der gegen├╝berliegenden Seite direkt der Waldrand. Eigentlich war ich jeden Tag dort drin und habe Tiere studiert und versucht, hoch hinauf zu den V├Âgeln im Baum zu klettern. Als ich jedoch in die weiterf├╝hrende Schule ging und sich auch mein Wohnort ├Ąnderte, ├Ąnderte sich auch mein kindlicher Berufswunsch. So verwarf ich den Gedanken an meine Zukunft, bis ich vor der entscheidenden Weggabelung stand und gefragt wurde, welchen Weg ich wohl einschlagen w├╝rde. Ein B├╝rojob, in dem ich mit Quartalszahlen kalkulierte? Dar├╝ber musste ich nicht mal nachdenken, denn Mathe liegt mir bis heute nicht. Sollte ich doch den Weg einer Tier├Ąrztin einschlagen? Dieser Weg war schon mal reizvoller, aber schien mir damals definitiv zu lang. Also sagte mir meine Mutter: ÔÇ×Mach einfach das, was du kannstÔÇť. Und so schlug ich den kreativen Weg ein. Und bis heute gibt es wohl keinen Berufszweig, in dem ich mehr aufgehen w├╝rde.

Der Beruf des Filmemachers ist immer eine gro├če Abwechslung. Mit jeder neuen Filmidee startet man in ein neues Abenteuer, in dem man auf der Suche nach dem perfekten Experten einer Vielzahl von fremden Menschen begegnet. Bei jedem Dreh hat man ein anderes strahlendes Gesicht vor der Kamera und darf den Alltag dieser Person, oder deren berufliches Fachwissen erfahren und begleiten. Im Schnitt setzt man dann das gro├če Puzzle zusammen und l├Ąsst aus einzelnen Kleinteilen letztendlich ein (bewegtes) Gesamtbild entstehen. Man hat jedoch auch die M├Âglichkeit, Risiken und Gefahren einzugehen, woraus am Ende sogar etwas ganz Neues entstehen kann. Auch nach fast 5 Jahren in diesem Beruf, gehe ich nach jedem Film mit einem tollen Gef├╝hl nachhause und ich hoffe, dass sich dies bis ans Ende meines Weges nicht ├Ąndert.

von Lena Mosebach